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Saxofon

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1840 erfand Albert Sax aus Belgien ein Holzblasinstrument, das nach ihm Saxofon genannt wird. Anfangs war es für Orchester- und Marschmusik gedacht, konnte sich in diesen Genres aber nie richtig durchsetzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es zum prägenden Instrument für Swing und Jazz. Die musikalischen Grenzen sind aber längst aufgebrochen und das Saxofon ist eines der vielfältig genutzten Instrumente überhaupt. Grund ist ein enormer dynamischer Umfang und ein sehr variantenreiches Klangbild.

Wie ist ein Saxofon aufgebaut?

Obwohl das Saxofon weitgehend aus Messing hergestellt wird, gehört es zu den Holzblasinstrumenten. Denn der Klang wird durch ein Mundstück aus Holz gebildet, dem Rohrblatt.

Das Rohrblatt steckt im Mundstück und wird durch die Blattschraube befestigt. Das gesamte Mundstück steckt im S-Bogen, einem kleinen bogenförmigen Rohr, das in den Korpus übergeht. Dieser S-Bogen besteh bei Profiinstrumenten aus Silber und hat einen großen Einfluss auf die Klangfarbe des Instruments. Der Korpus besteht aus Messing und ist häufig mit Nickel oder Silber überzogen. An ihm befestigt sind verschiedene Klappen, die beim Spielen Bohrlöcher öffnen und schließen. Dabei entsehen verschiedene Töne. Diese Klappen sind mit Puffern bestückt. Der Korpus läuft in einem Bogen mit Schallbecher aus. Dieser Bogen fehlt bei einigen Saxofonarten, die aufgrund ihrer Bauweise besonders hoch gestimmt sind. Zum Beispiel ist das Sopransaxofon meistens gerade gebaut.

Wie wird das Saxofon gespielt?

Beim Saxofonspielen müssen Hände und Mund harmonieren. Der Musiker legt die Zähne auf das Mundstück, währen die Unterlippe das angefeuchtete Blatt umfließt, ohne dass die Zähne dieses berühren. Dabei bläst der Saxofonist Luft in das Mundstück und bringt das Blatt zum Schwingen. Die Hände umfassen das Saxofon und bedienen die Klappen. Die linke Hand spielt die oberen Klappen, die rechte Hand die unteren. Je nach geöffneten oder geschlossenen Klappen kann der Saxofonist die Tonhöhe steuern. Beim Erlernen des Blasinstruments nutzen die Schüler Grifftabellen, mit denen das Spielen erleichtert wird.

Saxofon: Welche Arten gibt es?

Es gibt verschiedene Arten des Saxofons. Dabei ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal die Länge des Korpus und des Schallbechers. Als Faustregel gilt: Je länger und weiter nach oben gebogen ein Saxofon ist, desto tiefer klingt es. Je kürzer der Korpus ist und je weniger gebogen, desto höher klingt es. Entsprechend wird beim Saxofon nach Tonlage unterschieden. Typische Modelle sind zum Beispiel folgende Instrumente:

  • Bass-Saxofon (auf B gestimmt),
  • Alt-Saxofon (auf Es gestimmt),
  • C-Melody (auf C gestimmt),
  • Tenor-Saxofon (auf B gestimmt),
  • Sopran-Saxofon (auf B gestimmt).

Daneben existieren noch weitere Saxofonarten, die zwischen dem besonders tiefen Subkontrabass und dem sehr hohen Soprillo anzusiedeln sind.

Bei welchen Musikstilen werden Saxofone eingesetzt?

Das Saxofon ist erst 1846 zum Patent angemeldet worden. Daher gibt es nur wenig Stücke in der Klassik wie Ravels „Bolero“, bei denen dieses Blasinstrument eingesetzt wird. Mit dem Jazz und Swing des frühen 20. Jahrhunderts fand das Saxofon eine weite Verbreitung. Heute ist das Holzblasinstrument in fast allen Musikstilen zu finden. Darunter nach wie vor Jazz und Swing sowie Big-Band-Musik, aber auch im Soul, Ska, Rock und Pop. Zu den bekannten Saxofonisten gehören unter anderem:

  • King Curtis,
  • John Coltrane,
  • Paul Desmond,
  • Candy Dulfer,
  • Jan Garbarek,
  • Max Gregor,
  • Brandford Marsalis,
  • Charly Parker,
  • Curtis Stigers und
  • Grover Washington Jr.

Welche bekannten Hersteller gibt es?

Es gibt viele kleine und größere Hersteller für Saxofone. Einige von ihnen haben sich auf bestimmte Modelle spezialisiert. Eine der bedeutendsten Saxofon-Hersteller ist Selmer. Ebenfalls bekannt als gute Saxofonhersteller sind Yamaha, Buescher und Julius Keilwerth. Aber auch Yanagisawa, King, Buffet und SML haben eine große Bedeutung.

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