Kalimba- Alles was du wissen musst

Was ist eine Kalimba?

Die Kalimba ist ein sehr skurriles Musikinstrument, welches seinen Ursprung in Afrika hat. Nur den wenigstens dürfte die Kalimba ein Begriff sein. Die Spielweise ist vergleichbar mit einem Daumenpiano. Sie gehört zu der Gruppe der sogenannten Lamellophonen.
Sie besteht zumeist aus einem Brett, welches in etwas so groß ist wie ein Buch. Die Kalimba hat den klaren Vorteil, dass man sie ganz einfach mit der Hand spielen kann. Auf dem Holzstück befinden sich Lamellen, die meistens aus Metall bestehen. Doch in den ersten Varianten waren sie aus Zuckerrohr, Bambus oder Holz gefertigt. Im Normalfall hält man die Kalimba mit beiden Händen und zupft die Metalllamellen. Diese werden in Schwingungen versetzt und erzeugen Töne und Klänge.
Mit dem Wort Kalimba werden allerdings noch eine ganze Reihe an weiteren Instrumenten bezeichnet. Die Sansula und Mbira sind ähnliche Musikinstrumente. Heutzutage werden sie in vielen verschiedenen Musikrichtungen eingesetzt, hauptsächlich finden sie Anklang in vielen Bands als begleitendes Instrument, aber auch im Jazz, in der volkstümlichen Musik, im Pop oder bei Singer- und Songwritern sowie vielen Bands. Selbstverständlich kann man auch als Solomusiker mit der Kalimba ein wunderschönes Musikstück spielen.
Das Stimmen des Instruments ist sehr einfach, lediglich müssen die Lamellen vorgeschoben und wieder zurückgeschoben werden. Die Kalimbas können unterschiedlich viele Lamellen aufweisen, doch je mehr sie besitzen, desto größer sind die Möglichkeiten der melodischen Gestaltung.

Wo kommt die Kalimba her?

Ursprünglich kommt die Kalimba aus Afrika. Sie ist ein Musikinstrument, welches schon viele Jahrhunderte alt ist und auch als Mbira oder Sansa bezeichnet wird.
Auf den originalen afrikanischen Kalimbas werden oftmals Gabelstiele, Löffelstiele oder aber auch ganz flach beklopfte Speichen eines Fahrrades als Zungen benutzt. Diese werden auf einem massiven Brett befestigt. Zwischen 7 und 28 Zungen haben die traditionellen Instrumente. Soll das Brett mit den Zungen an einen Resonanzkörper angebracht werden, werden hierfür meist Kalebassen-Halbschalen eingesetzt. Gelegentlich werden auch Schildkrötenpanzer oder halbe Kokosnussschalen verwendet.
Gerade bei den traditionellen Kalimbas sind häufig Metallscheiben, metallene Ringe oder Kronkorken auf dem Korpus des Instruments befestigt. Dadurch kann man beim Spielen ein Schnarrgeräusch erzeugen. Die jeweilige Klangfarbe der Kalimba kann durch das Verkürzen oder Verlängern der Zungen verändert werden.
Mittlerweile findet man sie auf der ganzen Welt. Man kann sie einfach erlernen und sie können in ganz beliebigen Stimmungen hergestellt werden. Sie werden auch besonders gerne in größeren Ensembles eingesetzt.

Wie wird die Kalimba gespielt?

An den Längsseiten wird die Kalimba mit den äußeren drei Fingern gehalten. Sollte das nicht klappen, kann man sie auch mit den Fingern am unteren Rahmen halten, so wird der Ton nicht beeinträchtigt. Sie sollte ohne festen Griff, sondern ganz locker gehalten werden, denn mit zu viel Druck kann der Klang eher gedämmt oder beeinflusst werden. Wird sie allerdings so gehalten, befindet sie sich im perfekten Gleichgewicht. Die Daumen hält man ganz locker über den Lamellen, so kann man jede einzelne davon unkompliziert erreichen und spielen. Sollte es notwendig sein, können auch die Zeigefinger Unterstützung leisten. Die Lamellen müssen nun mit dem Daumen gezupft werden, um einen Ton aus der Kalimba zu bekommen. Es reicht völlig aus, dazu den Daumen etwa 5 mm vor dem Ende der Klanglamellen anzusetzen und mit einer kleinen Aktion diesen zu beugen. Mithilfe des vorderen Daumengelenks sollte die Hauptbewegung gesteuert werden.

Töne umstimmen
Um die Töne zu stimmen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, das heißt hochstimmen und herunter stimmen. Will man die Tonhöhe erhöhen, muss man die Lamellen verkürzen. Dazu ist ein Stimmeisen mit einem Hämmerchen vonnöten. An der Spielseite der Klanglamellen wird das Stimmeisen angesetzt und dann mit leichtem Druck in Richtung der Halterung der Lamellen geschlagen. Der Ton wird umso höher, je kürzer die Klanglamellen geschlagen werden.
Will man den Ton tiefer haben, wird das umgekehrte Prozedere angewandt. An der Lamellenhalterung wird das Stimmeisen angesetzt und in die andere Richtung gehämmert. Natürlich sollte man auch hier Stück für Stück und sehr vorsichtig vorgehen.

Welche Eigenschaften hat die Kalimba?

Kalimbas klingen wunderschön, melodisch und haben einzigartige Eigenschaften. Durch ihre metallene Tasten, ihre solide Holzkonstruktion und ihre ergonomische Form sind sie ein zuverlässiges Instrument, das einen hohen Komfort verspricht.
Um eine Kalimba spielen zu können, muss man keinesfalls ein ausgebildeter Musiker sein. Das Daumenklavier ist ein Instrument, welches melodische und beruhigende Klänge spielt. Diese sind auf eine ganz bestimmte Skala gestimmt, dadurch ergänzen sich alle Töne gegenseitig und man kann nie einen falschen Ton treffen oder eine falsche Note spielen.
Eine weitere hervorragende Eigenschaft dieses Instruments ist, dass sie für jeden zugänglich ist und sie multifunktional einzusetzen ist. In einem Aufnahmestudio wird sie von Perkussionisten oft genutzt, um Klangschichten zuzufügen. Für Meditation und Entspannung sorgt sie gerne bei den Klangtherapeuten. Dort sorgt sie regelmäßig durch ihre wohltuenden Klänge für wahrliche Entspannung und Stressabbau. Viele Menschen mit Einschlafproblemen nutzen die Klänge und Melodien der Kalimba, um besser einschlafen zu können. Die Kalimba hat auch im Bereich der Musiktherapie einen festen Platz und kann Menschen mit körperlichen Behinderungen, Hirnverletzungen, Hörschäden, Depressionen und Autismus-Spektrum-Störungen klare Vorteile für Wohlbefinden und Gesundheit bieten. Sie können von Musiktherapeuten auf verschiedene Art und Weise eingesetzt werden, je nach Komfort und Bedürfnisse des Patienten.
Sie kann natürlich auch ganz privat zu Hause gespielt und genossen werden. Die Musikinstrumente bringen unabhängig von Können, Hintergrund und Alter jedem Musikliebhaber Spaß. Auch als Einstieg in die Welt der Musik kann die Kalimba fantastisch für Kinder sein. Die sehr viel Spaß daran haben, sie zu erlernen und zu spielen.

Fazit:

Die Kalimba versprüht ein kleines bisschen Afrika Flair, aufgrund ihrer Herkunft. Sie wurde damals schon geehrt und geschätzt und wird es auch heute noch. Das kleine Holzinstrument wird auch in der ganz großen Musik-Szene eingesetzt und findet ihren Anklang sogar in den ganz großen Musik-Ensembles.
Es besteht kein Zweifel daran, dass das Spielen einer Kalimba großen Spaß machen kann. Ebenso wie die Klänge für Entspannung und Meditation sorgen kann. Das Spielen dieses Instruments ist sehr einfach zu erlernen und es wird keinen Lehrer benötigt.
Daher ist sie auch für Kinder hervorragend geeignet.
Vor allem hat sie die positive Eigenschaft, dass Menschen, die unter schweren Krankheiten leiden, geholfen werden kann.